Transit Havanna

19.04.2017 – Kleines Bali
20:00 Einführung
21:00 Filmvorführung

Poster-TH-A1DE/NL, 2016
ein Dokumentarfilm von Daniel Abma
DF und OmU, 88 Min, FSK: 0

Inhalt:

„Einmal im Jahr kommen zwei Ärzte aus Holland und Belgien nach Havanna und führen dort auf Initiative von Fidel Castros Nichte kostenlos geschlechtsangleichende Operationen durch. Mariela Castro organisiert dies im Sinne der sozialistischen Revolution. Ihr Motto: „Nein zur Homophobie, ja zum Sozialismus!”
Feinfühlig erzählt, wunderbar fotografiert und als Kinoerlebnis montiert interessiert sich der Film dafür, wie es Menschen geht, die an Wendepunkten ihres Lebens stehen. So wie die Protagonisten Malú, Odette und Juani, die für ein Leben im richtigen Körper kämpfen.
Malú ist Aktivistin und Wortführerin in der Transgender-Community und wartet schon seit Jahren auf ihre Chance zur OP.
Odette sagt von sich, sie sei der beste Panzerfahrer Kubas gewesen. Streng religiös lebt sie in ständigem Zwist mit ihrer Mutter und Großmutter und verdingt sich als Ziegenhirtin.
Juani sagt, er sei der erste transsexuelle Kubaner und erzählt, dass es wegen des Embargos jahrelang kein Testosteron für seine Behandlung gab.
Der Film taucht ein in die kubanische Gesellschaft und zeigt – aus dem speziellen Blickwinkel der LGBT-Community gesehen – fern von Klischees, wie Kuba tickt, mehr als 50 Jahre nach der Revolution. Und dann kommt auch noch der historische Moment der Öffnung Kubas dazu…“ (Rise and Shine Cinema)

Inhaltliche Einführung um 20:00

Um 20:00, also eine Stunde vor Beginn der Filmvorführung, gibt es außerdem im Foyer des Kleinen Balis eine Einführung zur sozialen und politischen Situation in Kuba.
Für die Einführung haben wir Anna Marx eingeladen, die bis 2016 Kunst und Spanisch in Kassel studierte. Während des Studiums setzte sie sich selbst den Schwerpunkt der (lateinamerikanischen) Kulturwissenschaft. Häufig zog es sie zu Studienzwecken ins Ausland. So auch 2015 als sie für ihr Examensprojekt (Cuba Hoy – Momentaufnahme einer „Gesellschaft im Wandel“) nach Kuba ging, um sich selbst, fernab von europäischen und nordamerikanischen Medien, ein Bild der gesellschaftlichen Situation auf der sozialistischen Karibikinsel zu machen.

Pressestimmen (mit Quellenangabe):

  • „Ein ungewöhnlicher Blick auf Kuba.”
    „Ein Film, der Hoffnung macht.”
    „Ein spannendes Bild von Kuba als Land im Aufbruch.” (Programmkino.de)
  • „Bemerkenswert ehrlich.“ (Screen International)
  • „Stark, wie TRANSIT HAVANNA ein Spiegelbild der Wirklichkeit zeigt.“ (NWTV.nl)

Trailer: