Pelo Malo

18.01.2016 – 18:30Uhr – Kleines Bali

Venezuela, Argentinien, Peru, Deutschland 2013
Ein Film von Mariana Rondón
mit Samuel Lange Zambrano, Samantha Castillo, Nelly Ramos, Beto Benites, María Emilia Sulbarán
93 Min

filmplakatInhalt:

„Junior ist neun Jahre alt und hat krauses Haar, oder, wie er findet, doofe Haare. Für das Jahrbuch-Foto in der Schule möchte er sein Haar glätten, um auszusehen wie sein Lieblings-Popstar. Mit diesem Wunsch bringt er seine Mutter, eine junge, arbeitslose Witwe, gegen sich auf. Je dringender Juniors Wunsch wird, gut auszusehen, und seine Mutter dazu zu bringen, ihn zu lieben, desto mehr lehnt sie ihn ab. Bis er schließlich eine schmerzhafte Entscheidung trifft…

Dieses gleichermaßen harte und herzerwärmende Drama der Regisseurin Mariana Rondón zeichnet ein sehr realistisches Bild des harten Alltags in Caracas. Es zeigt ganz wertfrei, aber mit beeindruckend emotionaler Ausdruckskraft, was der tägliche Überlebenskampf aus einem Menschen macht. Und wie schwer es diejenigen haben, die anders sind; die wie Junior trotz allem an ihren Träumen festhalten wollen. PELO MALO ist somit gleichermaßen ein dokumentarisch anmutendes Portrait von Mutter und Sohn im chaotischen Caracas, und ein universelles Plädoyer für Toleranz.“  (imFilm – Agentur + Verleih)

Pressestimmen:

  • „Die Realität der Gewalt: In diesem Film geht es nicht nur um den Wunsch eines Jungen, eine glatte Föhnfrisur zu tragen. Doch indem sie sich auf dieses kleine Beispiel konzentriert, gelingt es der Regisseurin Rondón, etwas Größeres zu erzählen: von der venezolanischen Gesellschaft, in der es für den einzelnen keinen Platz gibt, um sich zu entwickeln. Die Menschen sind gefangen in ihren kaputten Hochhäusern und in ihren kaputten Leben. Es gibt nur die Armut, die alles stillstehen lässt, und die Gewalt, der kaum jemand entgehen kann. Schon den Kindern ist bewusst, wo sie hier leben. Mit Soldatenfiguren und Barbies spielen sie Krieg, während draußen Schüsse knallen. „Lieber sterben, als vergewaltigt zu werden“, sagt Juniors Freundin einmal. „Dann stirb, du Hure“, erwidert er. Die Gewalt in der Hauptstadt Venezuelas ist real. Ihr ist auch der junge Laien-Darsteller Julio Mendez zum Opfer gefallen, der in Pelo Malo einen Kioskverkäufer spielte. Im April 2015 wurde er in Caracas auf der Straße getötet.“ (Ana Maria Michel, Die Zeit (30.03.16))
  • „Ein beeindruckendes Drama von großer Ausdruckskraft“ (Variety)
  •  „Dieser Film hat mein Herz in tausend Stücke gerissen“ (CBC Radio, Toronto)

Festivalteilnahmen/Auszeichnungen (Auswahl):

Der Film lief bereits auf unzähligen Festivals weltweit (u.a. beim Toronto International Filmfestival und dem BFI London Filmfestival) und hat schon über 50 Preise gewonnen.

Trailer: