verliebt, verzopft, verwegen

16. April 2014 – Kleines Bali – 19:00 Uhr
in Kooperation mit dem Kasseler Frauenbündnis

Geschichten lesbischer (Un-)Sichtbarkeit im Wien der 50er und 60er Jahre
Österreich 2009
Ein Film von Katharina Lampert und Cordula Thym;
mit Rosmarin Frauendorfer, Ursula Hacker, Birgit Meinhard-Schiebel

Katharina Lamperts und Cordula Thyms ambitioniertes Regiedebüt beschäftigt sich mit Lebensmodellen und Netzwerken lesbischer Frauen in Wien in den 1950ern und 60ern und bringt ein bis dato nicht existentes/tabuisiertes Thema und Kapitel Frauen/Lesben/Nachkriegsgeschichte lebhaft, nachhaltig, visuell überzeugend auf die Leinwand. Im Mittelpunkt des Films stehen Interviews mit drei Zeitzeuginnen, die sich zu jener Zeit in der Szene bewegten und auf eloquente, unterhaltsame und erfrischend (selbst-)ironische Weise davon berichten, wie es war, sich schon in der Jugend als „anders“ zu erleben und trotz der gesellschaftlichen Hindernisse und ohne positive lesbische Vorbilder ihre eigene Identität zu finden.
„verliebt, verzopft , verwegen“ ist ein lebendiges und überzeugendes Stück Zeit- und Bewegungsgeschichte, ein schönes Beispiel für kinogewordene Oral History und ein nachhaltiges  filmisches Plädoyer für eine tolerante, weltoffene Gesellschaft / mit einer Vielfalt an möglichen Identitätsentwürfen / ohne Benachteiligungen / und für die immer noch aktuellen Forderungen von endlich zu erreichender Gleichstellung.

Filmkritik:

„Ihre berührenden und amüsanten Geschichten machen diesen Film zu einem kostbaren Dokument; eine facettenreiche Darstellung dieser Zeit, die zum Nachdenken über eigene Lebenswege anregt.“
(Lesbisch Schwule Filmtage Hamburg 2009)

 

Wir zeigen diesen Film in Kooperation mit dem Kasseler Frauenbündnis
KSFrau